Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jürgen Dupper,
namens der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragen wir:
Der zuständige Ausschuss möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, die Einführung einer digitalen Plattform für Betreuungsplätze für die Stadt Passau vorzubereiten und umzusetzen. Ziel ist es, durch ein digitales Angebot die Suche, Informationsbeschaffung, Vormerkung und Anmeldung zu Betreuungsplätzen in Krippen, Kindergärten und Horten im Stadtgebiet zu vereinfachen.
Dabei soll insbesondere sichergestellt werden:
- eine einheitliche, digitale Vormerkung für alle städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen,
- eine Übersicht über Betreuungsangebote, Öffnungszeiten, pädagogische Konzepte und Aufnahmekriterien,
- eine nutzerfreundliche Bedienung für Eltern – inklusive digitaler Statusanzeigen, Rückmeldungen und Bestätigungen,
- die Möglichkeit zur Anbindung freier und kirchlicher Träger auf freiwilliger Basis,
- die Umsetzung in Übereinstimmung mit den geltenden Datenschutzbestimmungen.
Begründung:
Der Alltag junger Familien ist geprägt von Organisation, Zeitdruck und dem Bedürfnis nach Verlässlichkeit. Die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz stellt dabei oft eine große und zeitaufwendige Herausforderung dar – mit unterschiedlichen Abläufen, Formularen, Zuständigkeiten und Fristen.
Eine digitale Plattform kann Eltern spürbar entlasten: mit einem zentralen Zugang zu allen Angeboten, der Möglichkeit zur digitalen Vormerkung und transparenter Rückmeldung über den Stand der Platzvergabe. Gleichzeitig profitieren auch Verwaltung und Träger von einer besseren Planbarkeit und effizienteren Abläufen.
Die Stadt Regensburg zeigt bereits erfolgreich, wie ein solches System in der Praxis funktioniert: Über den dortigen „Kita-Planer“ können sich Eltern online informieren, ihre Kinder vormerken und Änderungen digital nachverfolgen – benutzerfreundlich, transparent und zeitsparend.
Ein vergleichbares System in Passau wäre ein wichtiger Schritt hin zu mehr Familienfreundlichkeit, digitaler Bürger*innenorientierung und moderner Verwaltungsstruktur – ganz im Sinne einer Stadt, die mit den Menschen denkt. Zur weiteren Entlastung und Digitalisierung können die Einrichtungen im Zuge der Einführung einer entsprechenden Software auch weitere Softwaremodule einführen, um auch andere Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben zu digitalisieren. Eine einheitliche Software bietet viele Vorteile, unter anderem die Möglichkeit zur gemeinsamen Schulung der Nutzer*innen.
Finanzierung:
Zur Finanzierung sollen Mittel aus der Rücklage entnommen oder die notwendigen Mittel im Haushalt 2026 bereitgestellt werden.


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