Besuch der GRÜNEN im Glaspalast

Stadträtinnen, Vorstand und Mitglieder der GRÜNEN Passau haben am Sonntag die öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge zur Entwicklung des ehemaligen Brauereigeländes in der Innstadt besucht. Geführt wurde die Gruppe vom Vertreter des Bauherren, Stadtrat Rudolf Ramelsberger, der die Konzepte und Hintergründe aus Sicht der Projektträgerschaft erläuterte.

„Eine spannende Ausstellung mit einer beeindruckenden Vielfalt an städtebaulichen und architektonischen Herangehensweisen. Solche Transparenz brauchen wir für ein zukunftsfähiges Quartier am Inn. Man darf gespannt sein auf die weiteren Planungen und Entwicklungen“, resümierte Matthias Weigl. Die Modelle und Pläne zeigen sehr unterschiedliche Wege, das Areal mit Wohnen, Freiräumen und öffentlichen Bezügen zu entwickeln. „Wichtig ist für uns Passauer GRÜNE, dass die Lösungen den Denkmalschutz respektieren und das Stadtbild – auch in der Sicht aus der Altstadt – verträglich bleibt“, betont Boris Burkert, Stadtrat.

Ebenso zentral ist die Einbindung in die Innstadt mit guten Bezügen zum Paradiesgarten und zum Kapuzinerplatz, damit das neue Quartier sich natürlich in die bestehenden Freiraumstrukturen fügt und diese aufwertet. Auch in Sachen Mobilität und Verkehrssicherheit sehen die GRÜNEN wichtige Chancen, denn seit vielen Jahren vertröstet die Stadt bezüglich einer sicheren Lösung für Fußgänger*innen und Radfahrende in der Schmiedgasse. „Jetzt ist der Moment, mit der Neuordnung des Areals eine gute, durchgängige Alternative für Fußgänger zu sichern, bestenfalls vom Kapuzinerplatz bis zur Löwengrube. Bei der Bebauungsplanung muss hier ein besonders Augenmerk liegen, denn diese historische Chance dürfen wir als Stadt nicht verpassen“, betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Stefanie Wehner.

Im Gespräch machte Bauherr Ramelsberger deutlich, dass der Erhalt und die Sanierung von Bestandsstrukturen nicht nur aus Gründen des Denkmalschutzes sinnvoll sind, sondern auch ökologisch und wirtschaftlich: weniger graue Energie, niedrigere Emissionen, mehr Identität für den Ort. „Bestand zu erhalten ist nicht nur denkmalpflegerisch richtig – es ist auch ökologisch und ökonomisch vernünftig. Jede Wand, die bleibt, spart CO2, Kosten und bewahrt Geschichte“, bekräftigt Rudolf Ramelsberger.

„Die Entwürfe zeigen überzeugend, wie vielfältig und gut durchdacht die Erschließung des Geländes angegangen werden kann. Zusätzlich fände ich es großartig, wenn generationenübergreifende Plätze oder Einrichtungen noch stärker einfließen“, so Karin Schönbuchner, Kandidatin für die Stadtratsliste. Die dargestellten 3D-Modelle ließen nach Ansicht von Kandidatin Dr. Heidi Brandl eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten: „Gerade Begegnungsräume fördern das Miteinander, verringern Einsamkeit und machen das Quartier zu einem lebendigen und lebenswerten Ort.“

„Die öffentliche Präsentation der Entwürfe zeigt, wie viel besser Stadtentwicklung gelingen kann, wenn es Transparenz und frühe Beteiligung gibt“, sagt OB-Kandidatin und Bezirksrätin Stefanie Auer. „Das schafft Vertrauen, macht Entscheidungen besser nachvollziehbar – und ist ein Anspruch, den wir künftig bei allen großen Projekten in Passau anlegen sollten.“

Die GRÜNEN danken allen beteiligten Büros für die Vielfalt der Ideen und dem Vertreter der Investoren für die offene Diskussion. „Wir werden den Prozess konstruktiv und kritisch begleiten, damit aus guten Konzepten ein Quartier entsteht, das Passaus Stadtbild und den Denkmalschutz stärkt, die Innstadt klug einbindet und sichere Wege für alle schafft“, so Diana Niebrügge, Innstädter Stadträtin.

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