Die jüngste Hitzewelle mit zehn Tagen über 30 Grad ist ein deutliches Warnsignal: Der Sommer hat gerade erst begonnen, doch diese Temperaturen sind bereits ein Vorgeschmack auf das zukünftige Klima. Um Passau widerstandsfähig gegen steigende Temperaturen zu machen, fordern die Passauer GRÜNEN nun konsequente und weitreichende Maßnahmen zur Klimaanpassung. Zentrales Ziel ist die Einführung eines umfassenden Hitzeaktionsplans nach dem Vorbild von Städten wie Straubing und Würzburg.
Kurzfristig müssen bereits beschlossene Maßnahmen zügig umgesetzt werden – insbesondere die Beschattung von Bushaltestellen und Spielplätzen, um den Aufenthalt im öffentlichen Raum auch bei extremer Hitze sicher zu gestalten. Mittel- und langfristig muss die Stadt durch gezielte Entsiegelung, eine gezielte Begrünung von Gebäuden sowie die energetische Umrüstung von Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen fit für die Zukunft gemacht werden. „Ein wirksamer Hitzeschutz ist vor allem für verletzliche Gruppen wie Seniorinnen und Senioren sowie Schülerinnen und Schüler essenziell für die Gesundheit und die Lebensqualität in Passau“, sind sich die beiden Ärzte und Stadträte Achim Spechter und Andreas Pontz einig.
„In der Innenstadt hatte es am Wochenende annähernd 40 Grad, eine Zumutung für Anwohnerinnen und Anwohner“, so Stefanie Wehner, Fraktionsvorsitzende. „Statt schöner, lebendiger Sommermomente in der Fußgängerzone war die Innenstadt fast wie ausgestorben. Für die Geschäftsleute eine schwierige Situation, wenn die Leute lieber ins klimatisierte Shopping-Center gehen.“
Neben den infrastrukturellen Maßnahmen braucht es auch eine gute Krisenkommunikation und die Einbindung verschiedener Akteure. Dr. Heidi Brandl, Vorstandsmitglied bei den Passauer GRÜNEN, betont: „Hitze ist ein stiller Killer. Deshalb benötigen wir ein wirksames Vorsorgesystem, das Leben rettet. Wir brauchen einen Krisenstab, der die Information der Bevölkerung und den Transfer besonders gefährdeter Personen zu kühlen Aufenthaltsorten koordiniert.
Kliniken und Schulen müssen besser ausgestattet werden, um die Patienten, Schülerinnen und Schüler und die Belegschaft der Einrichtungen vor Hitze zu schützen. „Vor diesem Hintergrund ist es völlig unverständlich, warum Anträge der GRÜNEN zum Hitzeschutz an Schulen erst im Oktober des letzten Jahres im Ausschuss für Umwelt- und Klima abgelehnt wurden“, so Diana Niebrügge, Stadträtin der GRÜNEN.
Mittel für Sonnenschutz und Sonnensegel an Schulen und Spielplätzen und andere Hitzeschutzmaßnahmen müssen dringlich bereitgestellt werden. „Auch Bushaltestellen, die nur ein Glasdach haben oder teils gar keinen Schutz vor der Sonne bieten, müssen schrittweise umgerüstet werden“, findet Stadtrat und SWP-Aufsichtsrat Matthias Weigl. Angesichts der aktuellen und vorhersehbaren klimatischen Lage gibt es keine Rechtfertigung für weiteres Zögern und Aufschieben. Maßnahmen aus dem Klimaschutz müssen nun mit höchster Priorität umgesetzt werden. Klimaanpassung muss als dringliche Aufgabe für die Gesundheit und Lebensqualität aller Passauerinnen und Passauer begriffen werden, sind sich die GRÜNEN in Passau einig.


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