Gemeinsam Kompromiss finden – Fuß- und Radweg erhalten
„Wie für viele Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker kommt es für uns GRÜNE auch nicht in Frage, den Fuß- und Radweg neben der Innstadt-Bahntrasse einfach zu sperren“, sagt Stadtrat Boris Burkert. „Gerade für uns, die wir hier in der Innstadt leben ist der Weg sehr wichtig. Hier können wir spazieren gehen, hier haben wir einen guten Radweg, hier trifft man sich. Außerdem ist er auch wichtig für den Tourismus. Der Zugang zum Weg muss erhalten werden“, sagt Diana Niebrügge.
Die Mitglieder der Grünen-Stadtratsfraktion hoffen auch, dass der Oberbürgermeister mit den Eigentümern der Bahnstrecke, der Bayerischen Regionaleisenbahn (BRE), einen Kompromiss findet. Was es jetzt nicht brauche, sind vorschnelle radikale Ideen wie die Sperrung des Weges, sagt Fraktionsvorsitzende Stefanie Auer. Dies würde nur zu Misstrauen gegenüber der BRE führen und die Stadt Passau spiele den Schwarzen Peter der BRE zu. Außerdem sei der Stadt schon sehr lange bekannt, dass ein Geländer wieder zu errichten sei.
„Bevor wir einen Kompromiss diskutieren, brauchen wir aber endlich eine belastbare Grundlage für eine Entscheidung wie es mit dem Rad- und Fußweg weitergeht“, sagt Dr. Achim Spechter. „Der Verkehrsclub Deutschland hat selbst schon 2007 Messungen durchgeführt und kommt teilweise zu einem anderen Ergebnis als die Verwaltung.“ Er weist auf den Wert der Bahntrasse hin und setzt sich für deren Verbleib ein. Wenn die Schienen einmal weg sind, haben wir eine Chance verpasst, den ÖPNV mittel- und langfristig auszubauen.
Die GRÜNEN bringen dabei als weitere Lösungsmöglichkeit eine Idee des VCD ins Spiel. Vorstellbar wäre es eine Engstelle von bis zu etwa 100 Metern Länge als langgezogenen Bahnübergang auszuweisen und zu sichern. Dort könnten Fußgänger und Radfahrer nahe neben den Gleisen oder sogar dazwischen geführt werden, solange kein Zug kommt. Dieses Verfahren wurde schon mehrfach umgesetzt. Ein Beispiel dafür ist die Lindaunisbrücke in Norddeutschland. Außerdem hätte Stadtrat Boris Burkert schon in der Ausschusssitzung die Möglichkeit von Langsamfahrstellen in die Diskussion eingebracht. Aber für Lösungsmöglichkeiten gebe es Expertinnen und Experten und die gilt es miteinzubinden.
Was es nach Ansicht von Fraktionsvorsitzender Stefanie Auer braucht: „Einen transparenten Dialog zwischen Oberbürgermeister Jürgen Dupper, der Bayerischen Regionaleisenbahn und dem Förderverein der Granitbahn unter Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger. Hier ist Transparenz und Beteiligung gefragt, um das Beste für Passau rauszuholen.“
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