Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Passau stammt aus dem Jahr 1989 – seither wurde er über 130 Mal geändert. Für die Grünen im Stadtrat ist das Anlass, die Grundlagen der Stadtentwicklung zu überarbeiten. Mit einem Antrag fordern sie, ab 2026 einen neuen Plan zu erarbeiten, der Passaus Entwicklung für die kommenden Jahrzehnte neu ordnet und besser auf die heutigen Herausforderungen abstimmt – von Wohnen über Gewerbe bis zum Klimaschutz.
„Ein neuer Flächennutzungsplan ist kein Selbstzweck, sondern ein Zukunftsprojekt. Er schafft Planungssicherheit – für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Unternehmen. Wer in Passau bauen, investieren oder gestalten will, braucht klare Leitlinien und verlässliche Perspektiven statt eines Flickwerks aus Einzelentscheidungen“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Stefanie Wehner.
Oberbürgermeisterkandidatin Stefanie Auer hebt die Bedeutung für die Gesamtentwicklung der Stadt hervor: „Wir brauchen eine planvolle und moderne Entwicklung, die die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Stadt zusammenführt. Wohnen, Wirtschaft, Verkehr und Grünflächen – all das gehört zu einem lebenswerten Passau. Entscheidend ist, dass wir diese Themen zusammendenken und aufeinander abstimmen. Das ist zeitgemäße Stadtpolitik, die Verantwortung übernimmt und Zukunft gestaltet.“
Stadträtin Diana Niebrügge ergänzt: „Wir wollen keine Stückwerk-Entscheidungen eines Investors mehr, sondern ein geplantes Bild davon, wie und wo Passau wachsen und sich entwickeln soll. So lassen sich Flächen sinnvoller nutzen und Konflikte frühzeitig vermeiden.“
Die Grünen sehen in der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans eine Chance, die Stadtentwicklung langfristig zu ordnen, Verfahren zu beschleunigen und Planung für alle nachvollziehbarer zu machen. Die Erarbeitung soll transparent und mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erfolgen. Finanziert werden soll das Projekt über den Haushalt 2026.


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