Passau wird digitaler – und damit bürgernäher. Der Ausschuss für Verwaltung, Personal und Digitalisierung hat ein neues Konzept beschlossen, das die Stadtverwaltung auf ein modernes Level heben soll. Das Ziel ist klar: Veraltete Prozesse per Fax oder Papier gehören der Vergangenheit an. Stattdessen sollen Verwaltungsvorgänge künftig durchgängig digital und effizient abgewickelt werden, was den Weg für eine schnellere und transparentere Behördenarbeit ebnet.
Dies ist auch das Ergebnis beharrlicher Arbeit der Grünen-Fraktion. Bereits im Oktober 2024 hatte Stadtrat Boris Burkert auf Basis des Rechnungsprüfungsausschusses scharf kritisiert, dass es an einer klaren Struktur für die Digitalisierung fehle. Die Grünen-Fraktion forderte bereits im Oktober 2024 eine detaillierte Strategie, die nicht nur kurzfristige „Flickschusterei“, sondern langfristige Lösungen bietet. Dass nun Taten folgen, ist ein wichtiger Erfolg für alle: „Endlich hat die Stadtspitze erkannt, dass es nicht nur um neue Software geht, sondern um die echte Vereinfachung von Verwaltungsprozessen“, freut sich Stadträtin Diana Niebrügge.
Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern muss den Alltag der Menschen spürbar erleichtern. „Sie muss die Stadt effizienter und transparenter machen und vor allem die Hürden für die Bürgerinnen und Bürger senken“, betonen Achim Spechter und Matthias Weigl. Es geht darum, eine Verwaltung zu schaffen, die im 21. Jahrhundert angekommen ist und Zeit sowie Nerven spart – auf beiden Seiten des Schreibtischs.
Ein besonderes Highlight und Herzensprojekt der Grünen ist der digitale Kita-Planer. Für viele Eltern ist die Suche nach einem Betreuungsplatz derzeit ein bürokratischer Marathon aus zahllosen Formularen und Telefonaten. Damit ist nun bald Schluss: Auf Antrag der Grünen vom August 2025 prüft die Verwaltung aktuell konkrete Modelle für eine einheitliche, digitale Vormerkung. Stadtrat und Kinderarzt Andreas Pontz sowie Fraktionsvorsitzende Dr. Stefanie Wehner begrüßen diesen Schritt sehr, da er eine enorme Entlastung für Familien und Betreuungseinrichtungen bedeutet.
Das Ziel ist ein zentrales System für alle städtischen Einrichtungen, das zudem anderen Trägern offensteht, sofern diese sich freiwillig anschließen möchten. Statt mühsamer Einzelbewerbungen soll ein nutzerfreundliches Portal den Überblick behalten und die Zuweisung von Plätzen fair und transparent gestalten. „Das macht den Alltag für Eltern und Kitas deutlich leichter und nimmt den Stress aus einer ohnehin schon herausfordernden Phase im Leben junger Familien“, so die Fraktion.

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