Verwaltung soll Finanzlage prüfen – Städtische Aufgabe, sich um die Tiere zu kümmern
Die Mitglieder der Grünen-Stadtratsfraktion haben beantragt, dass die Finanzierung des Tierheims von der Verwaltung überprüft wird. Hintergrund für die Fraktion ist die Überlegung, dass auch in Zukunft sichergestellt sein sollte, dass das Tierheim den hoheitlichen Aufgaben im Sinne der Stadt Passau nachkommen kann.
„Das sind vor allem Aufgaben wie die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren, die andernfalls von den Kommunen selbst – der Stadt Passau und den umliegenden Gemeinden – zu übernehmen wären“, sagt Stadträtin Diana Niebrügge. „So nimmt das Tierheim auch Tiere aus Beschlagnahmungen auf, wobei es sich häufig um eine große Anzahl von Tieren in schlechtem gesundheitlichen Zustand handelt. Das wiederum stellt jedes Mal eine große logistische Herausforderung dar für das Tierheim und seine Mitarbeiter.“ Dabei fallen etwa 2.000 Euro monatlich an Tierarzt- und Arzneikosten an. Das Tierheim ist darüber hinaus jederzeit Ansprechpartner bei in Not geratenen Tieren bzw. für Tierhalter, die einen Rat suchen.
Das grundsätzliche Problem der Finanzierung liegt in den laufenden Betriebskosten von knapp 220.000 Euro pro Jahr (die Zahlen sind der Webseite www.tierheim-passau.de entnommen). Der Zuschuss der Stadt Passau beträgt derzeit maximal 17.500 Euro, also etwa 8 Prozent, der Restbetrag muss aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Schutzgebühren für Abgabetiere bestritten werden. Bislang wurde diese Lücke mal mehr, mal weniger mit Spenden und Erbschaften gedeckt. „Im Interesse auch der Stadt Passau soll es nach Meinung der Grünen sein, die laufende Finanzierung des Tierheims dauerhaft auf eine verlässliche und planbare Basis zu stellen. Und dafür muss die Stadt unserer Meinung nach auch mehr Geld in die Hand nehmen“, sagt Fraktionsvorsitzende Stefanie Auer.
Steigerungen bei Ausgaben für Futter- und Arzneimittel, Tierarzt- und Energiekosten und anderem mehr sind zu berücksichtigen. Daher beantragen die Grünen-Stadträtinnen eine Feststellung der Finanzlage. Niebrügge und Auer sind sich einig: „Es geht darum zu erkennen und sicher zu stellen, dass der Tierschutzverein seine Aufgabe auch mittel- und langfristig stemmen kann.“


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